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Post by Dr. Michael Blume

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Dr. Michael Blume @BlumeEvolution@digitalcourage.social

Im Jahr 2012 verschmolzen die damals neuen Smartphones mit erstmals algorithmischen Konzernmedien wie Facebook & Linkedin.

Seitdem werden immer mehr Menschen abhängig, wütend & kurzfristiger, die PISA-Bildungsdaten brachen weltweit ein („Peak PISA“).

Aber wissenschaftliche Daten sind abstrakt & distanziert. Kannst Du das „Wutwende“-Jahr 2012 in Deinem eigenen Umfeld wahrnehmen?

#Umfrage #Wutwende #Thymotisierung #Algorithmen #Konzernmedien #ZweitausendZwoelf

  • Nein, sehe seitdem keine Veränderungen. 12% (17)
  • Ja, im Umfeld. 42% (60)
  • Ja, auch bei mir selbst. 29% (42)
  • Keine / Andere Antwort 17% (25)

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Torsten @holzwurm69@mastodon.de

@BlumeEvolution

Ich glaube, das diese Entwicklung bereits viel früher begonnen hat. Bereits in den 80er Jahren hatte die Regierung unter Helmut Kohl den Ausbau des Breitbandnetzes beschlossen um ein Gegengewicht zum (linken und kritischen) öffentlich rechtlichen Rundfunk zu schaffen (netzpolitik.org/2018/danke-hel). Das ist der Beginn der Zusammenarbeit der Konzernmedien mit den Regierenden. Das Ziel dieser Maßnahme ist für mich relativ klar. Kohl vollzog eine Wende in der deutschen Wirtschaftspolitik hin zur sog. angebotsorientierten Wirtschaftspolitik (de.wikipedia.org/wiki/Angebots). Damit schaffte er den Rahmen für die Bevorzugung von Konzernen und der Abschaffung sozialer Sicherungssysteme. Dabei war der kritischen öffentlich rechtliche Rundfunk ein Problem. Leider haben in der Folge auch alle weiteren Regierungen diese Politik weiter getragen und die Konzernmedien haben das ihre dazu beigetragen. Ich glaube, das Jahr 2012 stellt "nur" einen Wendepunkt in der Beschleunigung dessen dar, was bereits viel früher begonnen hat.

#konzernmedien

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Dr. Michael Blume @BlumeEvolution@digitalcourage.social

@holzwurm69

Ja, bereits das Satelliten- bzw. Kabelfernsehen führte bereits zu einer stärkeren Fragmentierung der politischen Landschaft und die Verfügbarkeit von Herkunftssendern auch zu einer Verzögerung sprachlicher & politischer Integration.

Dennoch war 2005 noch die Wahl einer Bundeskanzlerin in Deutschland möglich, 2009 die Wahl von Obama in den USA.

Medienblasen gab es bereits, aber deren algorithmische Wut-Verstärkung („Thymotisierung“) drückte sich ab 2012 unter anderem in global (!) abstürzenden PISA-Daten („Peak Pisa“) aus.

scilogs.spektrum.de/natur-des-

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Torsten @holzwurm69@mastodon.de

@BlumeEvolution

Ich stimme Ihnen zu, dass ab 2012 eine Verstärkung und damit massive Beschleunigung des Effektes wie von Ihnen beschrieben eingetreten ist und es daher sicher als Wendepunkt betrachtet werden kann. Allerdings vertrete ich die Auffassung, dass das nicht unabhängig von der Politik und vor allem von Regierungshandeln gesehen werden kann. Meiner Auffassung nach haben alle Regierungen, unabhängig von der Parteizugehörigkeit, seit den 80er Jahren eine Fortsetzung der Politik Helmut Kohls betrieben. Die Folgen dieser Politik (von Linken als Neoliberal bezeichnet) waren ein mehr oder weniger starker Ausprägung der Abbau von Sozialleistungen und die Bevorzugung von Konzernen und reichen Menschen. Um weiterhin steigenden Wohlstand zu suggerieren und die Menschen ruhig zu haben wurde die Infrastruktur kaputt gespart, Menschen in Entwicklungsländern ausgenutzt und Geschäfte mit Despoten gemacht. Darüber hinaus wurden Feindbilder wie der faule Arbeitslose und der zu mächtige und fette Staat ausgebildet. Die Konzernmedien waren dabei leidet viel zu unreflektiert die Erfüllungsgehilfen der Regierenden und haben dadurch ihren Teil dazu beigetragen. Das hat in meiner Wahrnehmung auch schon vor 2012 zu einer Verrohung der Sprache und vor allem einen zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft geführt. Das Jahr 2012 ist daher für mich die logische Fortsetzung einer Entwicklung die bereits viel früher begonnen hat.

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Dr. Michael Blume @BlumeEvolution@digitalcourage.social

@holzwurm69

Ja, auch die Demografie veränderte sich bereits seit Jahrzehnten und führte dann ab 2012 über den „Peak Child“.

Und aus Ländern wie Japan wissen wir seit nun über drei Jahrzehnten, dass gegen eine schrumpfende Bevölkerung mit noch so viel Mehrarbeit, Verschuldung & Deregulierung kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum mehr möglich ist.

Der Neoliberalismus war eine ökonomische Schule im früheren 20. Jahrhundert. International wird m.E. zu Recht Unterschieden zwischen Liberalismus = Gleiche Rechte für alle und Libertarismus = Rechte nur noch für Reiche.

So sind in den Westminster-Parlamenten die Liberals die Sozialliberalen gegenüber den rechten Conservatives.

Hier könnte m.E. auch langsam mal der deutsche Sprach-Nationalismus reflektiert werden. Politikwissenschaft ist schließlich mehr denn je eine internationale Aufgabe. Meine ich. 😊📚🌍🌎🌏

scilogs.spektrum.de/natur-des-

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