1/8 Das ist übrigens Heimstaden: der Investor, der jetzt mit einem Investitionsstopp droht und um den alle trauern. Mit dem Akelius-Deal wurde er 2021 zum drittgrößten privaten Vermieter Berlins. Zum Leidwesen der Mieterinnen und Mieter. Ein Thread. 🧵
Post by Caren Lay
Earlier in the thread
2/8 Hinter Heimstaden steht der Milliardär Ivar Tollefsen. Rund 20.000 Wohnungen gehören dem Konzern allein in Berlin. Tausende Haushalte finanzieren mit ihrer Miete dieses Geschäftsmodell. Und wir sollen uns jetzt Sorgen um die Rendite der Investoren machen?
Replies
3/8 Mieten hoch, immer weiter: Der Mieterverein Hamburg warnt seit Jahren vor fehlerhaften und überhöhten Mieterhöhungen bei Heimstaden. Noch im Juli 2026 meldete er eine neue Welle. Sein Urteil über die Praxis: „Das ist Abzocke!“
4/8 Auch die Mietpreisbremse stört beim Kassieren: Heimstaden berief sich häufig auf „umfassende Modernisierung“. Laut rbb knickte der Konzern in Hunderten Gerichtsverfahren ein. Oft konnten Mieter 300 bis 400 Euro weniger im Monat durchsetzen.
5/8 Eine Neuköllner WG wollte Heimstaden per Räumungsklage loswerden. Das Amtsgericht wies die Klage 2025 ab: Die Befristung des Mietvertrags war unwirksam. Die Angst, das eigene Zuhause zu verlieren, hatten die Mieter trotzdem.
6/8 Beim Reparieren war der Eifer offenbar kleiner: StopHeimstaden berichtete 2024 von einem monatelang kaputten Aufzug, undichten Fenstern und verschleppten Reparaturen. Wer Miete kassiert, muss sich auch um die Häuser kümmern!
7/8 Und dieser Konzern soll unsere Wohnungsnot lösen? 2025 stellte Heimstaden in Deutschland ganze 85 Wohnungen fertig. Alle in Berlin-Charlottenburg. Laut StopHeimstaden wurden dort bis zu 30 Euro pro Quadratmeter verlangt. Wer soll sich das leisten?
8/8 Solchen Konzernen sollen wir hinterherweinen? Meine Sorge gilt den Mieterinnen und Mietern. Wir brauchen bezahlbare Wohnungen in öffentlicher und gemeinnütziger Hand. Vergesellschaftung ist überfällig. Diese Art von Investoren braucht kein Mensch.