Mit ein paar Tagen Abstand möchte ich auch eine kritische Beobachtung zur Verkehrswende in Paris teilen: Die Verkehrskultur ist erschreckend. Dass rote Ampeln tatsächlich beachtet werden, haben wir kaum erlebt. Weder von Zufußgehenden noch von Radfahrenden und oft auch nicht von Autofahrenden. Besonders der Radverkehr wurde für uns als Familie bei nahezu jeder Straßenüberquerung zur potenziellen Gefahr. Die Selbstverständlichkeit, mit der Verkehrsregeln ignoriert wurden, war schlichtweg absurd.
Post by Tobias Kremkau
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@kremkau Das Verkehrsregeln nur als unverbindliche Empfehlungen betrachtet werden, beobachte auch ich immer mehr bei uns. Beim Rad- und Fußverkehr sehe ich es teils als zivilen ungehorsam, weil die Infrastruktur und die Verkehrsführung oft noch so provozierend schlecht ist. Im #kraftverkehr ist das Missachten aber im Zweifel tödlich. Die Frage ist: Wie kommen wir wieder zu einem guten Miteinander im #straßenverkehr?
@hagen_schink Gute Frage. Womöglich reicht es für den Anfang, sich auf die Rechts-vor-Links-Regelung zu konzentrieren, bevor man moralische Parameter einführt. So hat man zumindest eine positive Erfahrung als mobile Gemeinschaft. Vielleicht stellt sich der Rest dann ein. ¯\_(ツ)_/¯
@kremkau
Dazu muss man aber nicht unbedingt nach Paris fahren. Das gibt es in Deutschland in jeder Stadt. Ampeln und Verkehrszeichen werden als schmückendes Beiwerk angesehen.
@Landkieker Selbstverständlich habe ich ein solches Verhalten auch schon woanders beobachtet, aber bisher noch nicht in diesem Ausmaß. Womöglich liegt das daran, dass ich die meiste Zeit in ländlichen Regionen Ostdeutschlands unterwegs bin und ich mich in Magdeburg hauptsächlich im Zentrum bewege. Nichtsdestotrotz war das für uns eine neue Erfahrung.