Waren im Rahmen der Ausschussreise Digitalausschuss in Wien von der deutschen Handelskammer in Österreich zum Essen eingeladen und einer von denen pries als Standortvorteile, dass sich arbeitende Menschen in #Wien Wohnungen leisten können "aber hier gibt es ja auch einen großen öffentlichen Wohnungsbestand, das hat Berlin ja nicht." Worauf ich meinte: "Bald schon." (Kam nicht so gut an)
Post by Sonja Lemke
Earlier in the thread
Dann fing er was zu erzählen, von wegen in Österreich gibt es ja eine lange Tradition von öffentlichem Wohnungsbau, das ist da ja was ganz anderes als in Deutschland.
Und ich muss sagen ich finde das wirklich faszinierend wie Geschichtsvergessen das ist, weil auch die BRD eine lange Tradition an öffentlichen Wohnungsbau hat, das wurde halt nur Großteils privatisiert. Vonovia etc haben nichts anderes gemacht als diese Bestände aufgekauft und so gut wie nix gebaut.
In #NRW sind richtig viele Viertel als sozialer Wohnungsbau von der #LEG gebaut worden, die wurde 2006(!) privatisiert. Wenn man mit den Mieter*innen dort spricht, dann erinnern die sich daran wie viel besser das war, weil die Miete günstig war und jeder Block einen Hausmeister hatte, der Schäden innerhalb weniger Tage repariert hat. (Jetzt gibt es eine KI Hotline, bei der nix passiert und die Wohnungen verfallen)
Vergesellschaftung von Wohnraum ist nix anderes als die Fehler vergangener Politik rückgängig machen. Eine schlichte Entprivatisierung. Nicht revolutionärer als die 70er.
@sonjalemke
Kann man das mit der "Bundesbahn" nicht auch..? ;)
@Wolf ja. Und der Post & Telekom.
Replies
@sonjalemke
Wobei, da ja gerne die Glasfaser im Hausflur Teil der Daseinsvorsorge sein darf, und das Angebot an Traffic dann am Markt einem Wettbewerb unterliegen sollte. Mit Innovationen hat es der Staat ja nicht so..
@Wolf wieso? Glasfaser für alle und Gebühr für alle, mit ausgeprägten Sozialtarifen. Keine Drosselung mehr für Leute, die sich nicht den besten Tarif leisten können.