Als Stefan Zweig im Exil auf Paris zurückblickte (→ https://projekt-gutenberg.org/authors/stefan-zweig/books/die-welt-von-gestern/chapter/7/), sah er eine Welt, deren Freiheit und Offenheit er verloren glaubte. Daran denke ich heute, während wir nach Sachsen-Anhalt zurückkehren. Nach dem Wahlsieg der Faschisten fällt mir der Rückweg schwer. Unsere Gegenwart ist nicht die seine, historische Vergleiche haben ihre Grenzen. Doch eine Frage reist mit: Wie viel von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint, werden wir erst vermissen, wenn es verloren ist? 🤔
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Tobias Kremkau
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wieso sah er auf paris zurück ? nicht eher auf europa oder, wenn schon, wien ?
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Tobias Kremkau
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@virgil_tibbs So kann man es durchaus deuten. Der verlinkte Text lebt vor allem vom schmerzlichen Kontrast zwischen Zweigs Erinnerungen an das unbeschwerte Paris, das er als junger Mann nach seinem Studium kennenlernte, und der deutschen Besetzung Frankreichs im Jahr 1940, von dem er im Exil erfuhr. Paris wurde für ihn zum Sinnbild einer europäischen Kultur, deren Ideale von Freiheit, Weltoffenheit und Verständigung durch Nationalismus und Krieg zerstört worden waren.