@masek Dazu gibt es wortwörtlich Dutzende von Veröffentlichungen.
Generell gilt, daß Transportaufgaben im Straßenverkehr primär berührungslos zu lösen sind, um Unfälle zu vermeiden.
Ist eine Berührung von Verkehrsteilnehmern oder Straßenumfeld nicht zu vermeiden, ist der Unfallausgang um so besser, je geringer die involvierten Energien sind.
Die sind aber E = 1/2 v^2 * M. Dabei ist v die Relativgeschwindigkeit bei Berührung und M die Summe der involvierten Massen.
Daher ist es quadratisch wichtig, Geschwindigkeiten zu verringern und linear wichtig, Massen zu verringern.
Das ist die Physik, die alle Verkehrssicherheit steuert. Alle Maßnahmen lassen sich im Lichte dieser Gleichung sehr simpel evaluieren:
- Trennung von nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern, Trennung von Fahrbahnen
- Verlangsamung des motorisieren Verkehrs durch Gestaltung der Fahrbahn (Verengung; Fahrbahnschwellen; scharfe rechtwinklige Kurven, die beim Abbiegen (und Kreuzen von nicht motorisiertem Verkehr) einen Stop oder eine starke Verlangsamung erzwingen; Kreisel (siehe Kurven zuvor)
- Reduktion von Massen durch Förderung leichterer Fahrzeuge wie Fahrräder, Lastenräder, L-Klasse Fahrzeugen und Gewichtsbeschränkung für M-Klasse Fahrzeuge auf 2t oder weniger incl. Treibstoff oder Batterie, Verbot des Privatbesitzes von Lieferfahrzeugen (auch Camper) – nur gewerblicher Besitz und Miete
Unterstützend ein Ausbau von ÖPNV und Verdichtung des Taktes auf 15 Minuten oder weniger; Untersuchungen zeigen, daß Fahrgäste bei einem Takt von 10 Minuten nicht einmal mehr auf den Fahrplan schauen, sondern sich einfach auf gut Glück aufstellen.
Dazu dann noch ein Rückbau des Straßennetzes; das ist auch finanziell geboten; Deutschland ist derzeit ca. 100% Overcommitted, was den Unterhalt des Straßennetzes angeht. Das Straßennetz muß also in etwa halbiert werden, um finanziell unterhaltbar zu sein.