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Post by Sonja Lemke

Earlier in the thread

Sonja Lemke @sonjalemke@ruhr.social

RE: ruhr.social/@tbachner/11752275

Flashback als ich in Münster einen Vortrag zur Mobilisierung für die Demo gegen Vonovia gehalten habe und sagte: "Vonovia und LEG sind an der Börse, VivaWest gehört größtenteils der RAG-Stiftung, die zur Beseitigung der Ewigkeitsschäden gegründet wurde."
Alle schauen mich verdutzt an, einer meldet sich
"Was sind Ewigkeitsschäden?"

:antifa: thorsten @tbachner@ruhr.social · open

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Sonja Lemke @sonjalemke@ruhr.social

Der Vorschlag das #Ruhrgebiet einfach zu "entsiedeln" und dann vollaufen zu lassen, macht mich so richtig wütend. Erst lässt man die Region im Stich, alle Kommunen in der Haushaltssperre und die Menschen verarmen und jetzt sagt man "schaut mal, lohnt sich eh nicht mehr" Das Ruhrgebiet ist die Heimat von voll vielen tollen Menschen, hat eine eigene Kultur und da scheißt man damit drauf, weil erst rücksichtsloser Raubbau und dann Schäden nicht beheben wollen.

taz.de/Ohne-Pumpen-wuerden-gro

Ansicht auf die Boye taz.de Ohne Pumpen würden große Teile des Ruhrgebiets im Wasser versinken – wie lange sollen diese noch laufen? Ohne die Arbeit von Pumpen würden große Teile des Ruhrgebiets im Wasser versinken. Doch wie lange sollen diese Pumpen noch laufen?

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Replies

Sonja Lemke @sonjalemke@ruhr.social

Auch dieser Satz einfach so übel: "Die tiefsten Poldergebiete seien in der Regel die Stellen, an denen die großen Wohnungsbaugesellschaften ihre größten Bestände haben. „Mit den Wohnungsbaugesellschaften könnte man reden, ihnen diese verbesserten oder andere Lagen anbieten, wenn sie beitragen, dass Pumpen abgestellt werden und ein See entstehen könnte.“

Vielleicht mal mit den Menschen reden, die da leben und deren Heimat das ist??!!

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Sonja Lemke @sonjalemke@ruhr.social

Und warum gehört das denn den Wohnungsunternehmen? Weil das ehemalige Zechensiedlungen sind, die gemeinnützig errichtet wurden und dann privatisiert. Mit dem Vorschlag killt man die letzten alten günstigen Mietverträge und verschärft die Wohnungskrise im Ruhrgebiet dramatisch, denn die neugebauten haben dann die 15€, statt den 5, die noch in Altverträgen diesen Siedlungen gibt.

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Michael Giesler @michaelgiesler@ruhr.social

@sonjalemke auch als historisch interessierter Mensch stolpere ich in diesem Artikel über die ein oder andere Formulierung: "die Lippe, vor 2.000 Jahren ein wichtiger Verkehrsweg für römische Legionen bei ihren Versuchen, germanische Stämme zu zivilisieren, liegt im Norden."

Das war Expansion, Unterwerfung und Eroberung. "Zivilisieren" passt da nicht wirklich.

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Little Detritus @littledetritus@geraffel.social

@sonjalemke als ehrliche Frage. Ist nicht Teil der Kultur des Pott genau gesamtgesellschaftlich so irre Sachen zu machen wie Pumpen zu bauen die für die Ewigkeit laufen sollen?

Mein Eindruck war immer das dies der Grund für relevante Teile des Zusammenhaltes ist, dass die Herausforderung gemeinsam angegangen werden.

Was spricht deiner Meinung nach gegen Ansätze wie den Phoenix-See?

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Sonja Lemke @sonjalemke@ruhr.social

@littledetritus
Glaube viel ist auch überbleibsel der Streikkultur der Zechen, wo ja die krassesten Sachen durchgesetzt wurden.

Was gegen den Vorschlag spricht:
ruhr.social/@sonjalemke/117522

ruhr.social Sonja Lemke (@sonjalemke@ruhr.social) Und warum gehört das denn den Wohnungsunternehmen? Weil das ehemalige Zechensiedlungen sind, die gemeinnützig errichtet wurden und dann privatisiert. Mit dem Vorschlag killt man die letzten alten günstigen Mietverträge und verschärft die Wohnungskrise im Ruhrgebiet dramatisch, denn die neugebauten haben dann die 15€, statt den 5, die noch in Altverträgen diesen Siedlungen gibt.

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Michael Giesler @michaelgiesler@ruhr.social

@sonjalemke vielleicht ist das der Kernsatz: "nach Ansicht der Genossenschaft gelangt man technisch an die Grenzen dessen, was zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels noch möglich ist."

In Folge des Klimawandels werden wir zunehmend hässliche Entscheidungen treffen müssen. Und JETZT ist der Zeitpunkt, die Weichen zu stellen, dass solche Entscheidungen auch die Belange der Bürger*innen berücksichtigen und nicht nur die der Milliardäre und Konzerne.

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Stefan Karstens @StefanKarstens@norden.social

@jlsiewert @michaelgiesler @sonjalemke Erinnert an die Diskussionen, die hier an der Küste nach jedem "Jahrhundertsturm" (habe mit Mitte 40 schon so einige erlebt) aufkommen. Ob man wirklich ein Haus, eine Infrastruktur, etc. wieder an der Küstenlinie aufbauen sollte? Zunehmend wird sich dagegen entschieden und endlich auch angefangen, dagegen zu regulieren. Es ist klar, dass es nicht dauerhaft gut gehen wird, also besser vorausschauend handeln. Wenn erst gehandelt wird, ... (1/ff)

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