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Post by Gegenwind :antifa:🇺🇳🖖

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Awet Tesfaiesus, MdB @AwetTesfaiesus@mastodon.social

Sie will grüne und progressive Politik aber geht in eine Fringe-Partei ohne Machoption (hier: Tierschutzpartei). Danach wundert sie sich, dass sie -Trommelwirbel - keine echte Machtoption hat und das tägliche Erleben auch total fringe ist.

Sorry, aber auch hier gilt: Play stupid games, win stupid prices.

hna.de/kassel/kasselerin-verla

Kasselerin verlässt Berliner Politik – „Insgesamt bin ich schon ein bisschen desillusioniert“ Jennifer Schrodt aus Kassel saß fünf Jahre in einem Berliner Bezirksparlament. Nun ist sie ausgeschieden und zieht eine ernüchternde Bilanz.

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Funker Tom ⚡ @hensys@social.anoxinon.de

@AwetTesfaiesus
Als mein Vater mich (Erstwähler) 1980 davor warnte, Grüne zu wählen, war sein Argument das mit der Machtoption ("Die kommen eh nicht rein").
Meine Antwort war damals sinngemäß, dass ich die Ziele richtig fand.
Heute, mit der Machtoption, frage ich mich dann häufiger: Geht's noch? Z. B. mit Blick auf BaWü und #Palantir. Oder restriktive Polizeigesetze, die mit grüner Hilfe durch die Parlamente kommen.
Progressive Politik? Kommt wohl drauf an, mit wem man sich vergleicht ...

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Gegenwind :antifa:🇺🇳🖖 @Gegenwind@chaos.social

@hensys
Das ist auch mein Gefühl bei den Grünen. Die steigenden Machtoptionen korrelieren mit sinkenden Grundwerten.
GEAS, Glyphosatverlängerung, Kastenstand, Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, Abschwächung Klimaschutzgesetz durch Habeck, Hambi, Lützerath, Banni, LNG-Terminals im Wattenmeer, Biometrische Massenüberwachung Asylsuchender, Waffenverbotszonen, Asylverschärfung und und und

@AwetTesfaiesus

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Awet Tesfaiesus, MdB @AwetTesfaiesus@mastodon.social

@Gegenwind @hensys und daraus folgt? Dass man progressive Positionen schwächen sollte, innen Für drölfzigste Splitterpartei gründet, die die ‚reine Lehre‘ ohne jede Machtoption verfolgt?

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Gegenwind :antifa:🇺🇳🖖 @Gegenwind@chaos.social

@AwetTesfaiesus
Ich finde die Argumentation der „Reinen Lehre“ eher polemisch.

Für mich bedeutet es, dass die Grünen den Hafen der Wählbarkeit verlassen und ins Meer der Beliebigkeit und bürgerlichen Opportunismus schippern. Da können sie ja dann um Stimmen kämpfen, aber mich verlieren sie.
Und vergleicht man die heute Linke, ohne die Wagenknechts und mit mit geschwächter Marxistischer Plattform, dann sind das fast die Grünen aus den späten 90ern.

@hensys

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Awet Tesfaiesus, MdB @AwetTesfaiesus@mastodon.social

@Gegenwind @hensys und dennoch ist genau das der Effekt: am Ende fehlen 1,5 % hier und 2 % dort (und innerparteilich 20 Stimmen), weil gute Leute in irgendwelchen Ecken des Parteien-Systems gelandet sind, statt dort, wo sie wirklich progressiv wirken könnten.

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Gegenwind :antifa:🇺🇳🖖 @Gegenwind@chaos.social

@AwetTesfaiesus
Diesen Vorwurf musst du doch an diejenigen richten, die die Partei immer mehr ins bürgerliche Lager und weg von ihren Ursprung zerren.
Eine Partei, die immer weniger progressiv wird, wird für mich als progressiver Mensch eben immer unattraktiver. Ich bin nicht derjenige, der sich von seinen grundlegenden Werten verändert.

@hensys

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Replies

Awet Tesfaiesus, MdB @AwetTesfaiesus@mastodon.social

Diese Position verwischt auch: innerhalb einer Partei ist es viel leichter, progressive Positionen durchzusetzen als gegenüber dem Stimmvolk.

Auf einer bündnisgrünen BDK musst du 100 Leute überzeugen. In einer allgemeinen Wahl müssen es Millionen sein.

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Awet Tesfaiesus, MdB @AwetTesfaiesus@mastodon.social

@Gegenwind @hensys also erstens ist bürgerlich für mich nicht das Gegenteil von progressiv und aber zweitens: nur, weil jemand anderes auch Verantwortung trägt (oder eben nicht), bedeutet nicht, dass alle anderen frei von Verantwortung sind.

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Gegenwind :antifa:🇺🇳🖖 @Gegenwind@chaos.social

@AwetTesfaiesus
Zur Verantwortung: als Wähler habe ich eine parteienwahl zu verantworten, wo meine politischen Werte am ehesten vertreten werden. In einer Partei, in der progressive Positionen mit einem Handstreich zu Gunsten bürgerlicher weggewischt werden, oder dort, wo sie noch zum Wertekompass gehören und wo dafür in einer Regierungskoalition gekämpft wird

@hensys

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Awet Tesfaiesus, MdB @AwetTesfaiesus@mastodon.social

@Gegenwind @hensys als Mensch, der eine Partei gründet und zur Wahl stellt, wirke ich aber als conditio sine qua non dieser Entscheidung auch mit. Vor allem dann, wenn mir klar ist, dass ich die Diffusion progressiver Positionen betreibe.

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Gegenwind :antifa:🇺🇳🖖 @Gegenwind@chaos.social

@AwetTesfaiesus leider müssen es auch manchmal nur 20 Leute sein die du mit „realpolitischen“ Argumenten überzeugst, dass „böse“ progressive Politik ja die Wähler*innen vergrault und man sich am Trog der Bürgerlichen larben muss, damit die 100Stimmen nicht zusammen kommen.

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Gegenwind :antifa:🇺🇳🖖 @Gegenwind@chaos.social

@AwetTesfaiesus das man die junge Klimabewegung der FFF nicht vom Hof hätte jagen sollen als sie in Regierungszeiten kritische Töne lieferten. Da wären die 20 Stimmen gewesen. Aber entweder habe ich Künast und co gehört oder Stille der restlichen Grünen über das FFF-Bashing.

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Awet Tesfaiesus, MdB @AwetTesfaiesus@mastodon.social

@Gegenwind Das ist ein Dolchstoß-Narrativ, dass ich absolut nicht teile.

Das Gegenteil war mE der Fall: wir haben FFF alle Türen weit geöffnet.

Es war deren Entscheidung nicht hindurch gehen zu wollen. Das wurde inter dort kritisiert.

Schau wo die Führungspersonen heute sind und wirken.

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nowhereman (nicht der andere!) @Nowhereman@troet.cafe

@Gegenwind
Ich würde mich am Begriff des Bürgerlichen nicht so aufhängen. Es ist heute ein Etikett mit irreführenden Bedeutungen.
Als es noch Bedeutung hatte, stritt man sich, ob man einen Gehweg am Straßenrand Trottoir (schlecht, weil französisch) oder Bürgersteig (schlecht, weil auch Arbeiter und Bauern darauf gehen dürfen) genannt werden soll.

Bist Du adelig, geistlich, Bauer oder Arbeiter?
Arbeiter bedeutet, nicht Handwerk (auch in Fabrik) sondern unselbständige Fabrikarbeit.
Wenn nicht, dann habe ich eine schlechte Nachricht.
😉

Ersthaft, die Keulen "bürgerlich", "konservativ" sind nicht hilfreich.

@AwetTesfaiesus @hensys

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